"Ehrliche Reue": Eine kostenlose Geschichte

08.12.2020

Zwischen Occulta und meiner neuen Kurzgeschichtensammlung namens Angst habe ich eine Kurzgeschichte geschrieben, die ich zum kostenlosen Download bereitstelle. Erfahre in diesem Beitrag, wie sie entstanden ist und worum es darin geht.

Seit 2014 bin ich bereits freiberuflicher Autor, der vom Cover bis zur Veröffentlichung alles selbst übernimmt, doch erst jetzt gebe ich erstmals eine dauerhaft kostenlose Geschichte heraus! Vor dem Schreiben dieser war ich noch schwer mit Occulta beschäftigt (der Klappentext stand noch nicht einmal zu hundert Prozent), doch als mir die Idee kam, musste ich einfach mit Ehrliche Reue beginnen. Eingefallen war sie mir, als ich über das Thema Vergangenheit nachgedacht habe und weil ich ohnehin häufig innen und außen zurückblicke (als Autor beispielsweise mit meinen Jahresbilanzen), war mir das Thema äußerst vertraut. Als mir dann nach einer halben Stunde die Rahmenhandlung und das Mordgeständnis einfiel, begann ich sofort mit dem Schreiben. Mit meiner fiktiven Kurzgeschichte zeige ich auf, dass Medaillen immer zwei Seiten haben. Daneben war mir eine Wandlung bei meinem Hauptprotagonisten und dessen Opfer wichtig: gewissermaßen tauschen sie im Verlauf der Erzählung ihre Rollen. Meine Erfahrung half mir, relativ zügig eine logische Handlung aufzubauen, deren Rohfassung ich an einem Stück niederschrieb. Am Ende war das ursprüngliche Manuskript acht Normseiten lang, nach einigen Kürzungen hat es nun einen Umfang von fünf knackigen Seiten, in denen alles wichtige enthalten ist.

In den folgenden Tagen schraubte ich meine Arbeiten an Occulta und meinem neuen Buch etwas zurück, um mich ganz auf die notwendigen Kürzungen und Korrekturen kümmern zu können. Wenige Wochen später war die Rohfassung des Manuskripts, welches ich Ehrliche Reue nannte, schließlich fertig. Doch worin geht es darin genau?

An einem amerikanischen Gericht wird ein aufsehenerregender Mord verhandelt: Mark Janeson steht als Angeklagter vor dem Richter und dem Publikum, wo er den Mord an seinem Ehemann gesteht. In meiner Kurzgeschichte bleibe ich meinem Stil treu, weshalb es um ein gleichgeschlechtliches Paar geht. Neben meinen gewohnten Erwähnungen wie der Tierquälerei, nehme ich am Rande auch auf (verbale) Polizeigewalt Bezug, womit ich u.a. an George Floyd´s Tod im Mai 2020 und an den aggressiven Umgang mit Corona- Demonstranten erinnern wollte. Meine Geschichte ist eher ein Drama, denn Mark ist kein kaltblütiger Mörder. Damit die Geschworenen, das Publikum, die darin sitzenden Eltern des Getöteten und der zuständige Richter seine Tat verstehen, erklärt Mark seine Beweggründe- ohne Details zu beschönigen.

Dies ist der Klappentext:

Als ein grauer Gefängnistransporter vor dem Gerichtsgebäude hält, herrscht Andrang, denn der darin verhandelte Fall sorgt für großes mediales Interesse. Zwei uniformierte Beamte führen einen kahlköpfigen Mann im orangenen Overall in Handschellen in den Gerichtssaal. Der Gefangene heißt Mark Janeson, der am dritten Prozesstag gesteht, seinen Ehemann getötet zu haben. Doch weder die Jury, noch die im Publikum sitzenden Eltern des Opfers oder Richter Rutherford wissen, aus welchem Grund er ihn umgebracht hat. Mark versucht seine Beweggründe zu erklären, denn er fühlt ehrliche Reue für seine Tat.

Geschrieben habe ich Ehrliche Reue an einem warmen und windigen Samstag Ende Juni 2020, ein veganer Crêpes mit Nuss Nougat- Creme versüßte mir den Einstieg in die Handlung und motivierte mich zugleich. Mir war von Anfang an klar, dass ich die Geschichte kostenlos anbieten wollte, womit ich einen weiteren Teil zur Sichtbarkeit von LGBT+´s und zur Aufdeckung von Missständen beitrage.

Ehrliche Reue kannst Du Dir ab dem 22.12.2020 also ohne versteckte Kosten, frei zugänglich und einige Monate exklusiv in meinem Downloadbereich herunterladen. Im Laufe des Jahres 2021 wird die Kurzgeschichte dann voraussichtlich über alle Onlineshops gratis verfügbar sein.