Archiv: 5 Dinge, die ich am Sommer hasse
Hinweis: Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 18.06.2020 auf meinem ehemaligen Autorenblog. 2026 wurde er von mir leicht überarbeitet und als Archivbeitrag auf dieser Website neu hochgeladen.
In meinem ersten Themenartikel letzte Woche ging es darum, welche 5 Dinge ich am Sommer mag. Ihm ein paar positive Aspekte abzugewinnen, war dabei alles andere als leicht. Anders verhält es sich, wenn es um 5 Dinge geht, die ich am Sommer aus tiefstem Herzen hasse. Winterkind eben. Weshalb das so ist? Erfährst Du jetzt! Wetten, dass Dich nicht auch (mindestens) ein genannter Punkt stört? Los geht´s!
Reden, Schreien, Lachen...
Sommer, wir müssen mal miteinander reden. Oder besser nicht, denn das tut ja gefühlt bereits das ganze Straßenviertel. Vor allem abends, wenn wir schlafen wollen. Wir könnten ausrasten, wenn unsere Mitmenschen kein Mitgefühl zeigen und die ganze Nacht bis vier Uhr morgens im Garten sitzen, lauthals herumgrölen, miteinander streiten oder lachen und damit den ganzen Block wachhalten. Zu allem Übel wird natürlich noch um Mitternacht der Grill angeworfen, weshalb uns stinkender Fleischgeruch den Atem raubt. Wir dagegen liegen still vor uns hinbrummend bei geöffnetem Fenster im Bett, wälzen uns ob der Hitze, dem Gestank und Gejaule draußen hin und her und fragen uns, warum wir damals keinen Scharfschützenschein erworben haben... Unterhaltungen nachts im Sommer sind echt grausam!
Fußball – Wahnsinn
Alle zwei Jahre wieder: Fußballverrückte, welche die Läden voller Bier, Chips, neuen Großbildfernsehern, Grillgeräten und Plastikfahnen leerkaufen und dem Rest der Welt damit auf die Nase binden, wie fanatisch sie eigentlich nach einem runden Kunstlederball und den zweiundzwanzig Männern dahinter sind. Wohin wir auch schauen; in Printmedien, dem Radio, in Fernsehspots oder bloß an der Tankstellenkasse – überall werden wir mit dem leidigen Fußballthema bombardiert, denn alle möchten ja ihren Reibach machen... Am Schlimmsten, wenn dafür die Lieblingsserie tagelang ausfällt, Anwohnende den ganzen Stadtteil mit Strategiediskussionen unterhalten (s. ersten Punkt) oder Umweltsündende Plastikfahnen auf die Autobahn werfen, wenn ihr Team mal wieder scheiße gespielt hat. Wirklich Scheiße sind doch diejenigen, die meinen, ihnen würde während der WM oder EM die ganze Welt gehören!
Schweißnass gebadet
In Ordnung, es gibt viele Gründe, weshalb Menschen schweißnass gebadet sein können: Sex, Krankheit oder Angst zum Beispiel. Im Sommer sind sie es häufig lediglich aufgrund der abartig heißen Temperaturen, die ihnen die Kleidung am ganzen Leib kleben lassen. Wir wünschen uns dann einfach nur, uns den (angeblich atmungsaktiven) Stoff einfach vom Körper zu reißen und ein wenig Hulk spielen zu können. Neben dem Schweiß gesellen sich auch gerne unangenehme Gerüche dazu, bei denen wir – sofern sie uns selbst denn auffallen – einfach bloß denken: ekelhaft und widerlich!
Sommer, Party, Crash
Hör mal, Sommer: Ist die wirklich verfickt gute Laune
während deiner Regierungszeit eigentlich chronisch? Es scheint, als wäre in dieser Jahreszeit jedes Erdenmitglied mit einem Lächeln von Kopf bis Fuß (–
pilz) gesegnet –
eine Laune, die nicht ansteckend ist, sondern das Gegenteil bewirkt... Wie
sonst ist es zu erklären, dass vorwiegend junge Männer in ihren nicht
abbezahlten Karren durch die Gegend cruisen, mit einem Bleifuß aufs Gaspedal
treten, rechtsradikale Parolen aus dem Auto brüllen und den ein oder anderen Toten
im Straßenverkehr dabei in Kauf nehmen? Und weshalb reagiert die Polizei im
Sommer so nachsichtig?
Vielleicht haben es sich die zuständigen Polizeikräfte aufgrund der Temperaturen einfach nur in einer Kühlkammer gemütlich gemacht... Summer sucks!
Gewitter
Okay, als wenn der Overload bei unseren technischen Geräten nicht schon Summerkill genug wäre, jetzt donnert es auch noch am Himmel. Sommergewitter sind in den wenigsten Fällen so romantisch, wie in Filmen und Büchern dargestellt. In Wahrheit bedeuten sie große Gefahr – für unsere geliebten Elektronikgeräte und uns selbst. Kein Wunder, denn im Sommer treffen unterschiedliche Temperaturströmungen aufeinander, die sich mit Blitzen und viel lautstarkem Getöse Erleichterung verschaffen. Doch solche heftigen Gewitter, die aufgrund des Klimawandels in Zukunft immer häufiger auftreten werden, versetzen uns in Angst und Schrecken. Sommergewitter? Können wie der Sommer selbst abgeschafft werden!
Fazit
Ich hätte tatsächlich noch einige Gründe mehr, den Sommer schlecht zu reden, belassen wir es an dieser Stelle aber bei den genannten fünf. Um bei immer höher steigenden Temperaturen nicht die Fassung zu verlieren, hier ein kleiner Tipp: Mache Dir bewusst, dass auf eine heiße Phase auch immer eine kalte folgt. Der nächste Winter kommt bestimmt... irgendwann.
